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Mittwoch, 12. Februar 2014

Countdown für Dein Gewicht | Counting down your weight

Inspiriert durch Kollegen, begann ich vor einigen Monaten mit Weight Watchers, um mein Wohlfühlgewicht wiederzuerlangen. Und entdeckte, dass es meinem Naturell sehr entgegen kommt, weil das System auf Punkten und Zählen basiert; perfekt für mich als Zahlen-Genießerin! Kürzlich habe ich übrigens meinen 10%-Körpergewicht-abgenommen-Erfolg erzielt, es funktioniert. Also, wenn Du Zahlen genau so gerne magst, wie Abnehmen, dann fang an zu zählen. 

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Inspired by some colleagues, I started doing Weight Watchers some months ago, in order to regain a weight I feel comfortable with. And I discovered, that it matches my nature, as the system is based on points and counting; perfect for me as an aficionado of numbers! Recently by the way I achieved my 10%-of-bodyweight-loss-success, it works. So, if you enjoy numbers as much as losing weight, start counting.

Samstag, 8. Februar 2014

Happy End für Hochbegabte? | Happy end for gifted?

Ich habe einen neuen Klienten, nennen wir ihn Thomas. Thomas ist hochbegabt, hochsensibel und Aspie. Er stammt aus einer Akademierfamilie, ist 38 Jahre alt und hat außer einem abgebrochenen Jurastudium beruflich nichts vorzuweisen. Er leidet unter ADHS und in Streßsituationen unter Dyslexie. Viele Jahre verbrachte er in Kliniken wegen Depressionen und ähnlichem und plant gerade seinen Auszug aus einer betreuten WG. 
Er ist äußerst eloquent, spricht ruhig und besonnen und ist sehr selbstreflektiert. Aufgrund seiner Hochsensibilität fängt er die Emotionen anderer auf, spürt deren Ehrlich- und Unehrlichkeit. 
Nur hat er nie gelernt, damit umzugehen. Er hat nie gelernt zu lernen. Selbst in den Kliniken hat ihm niemand seinen Asperger erklärt. Und das tut mir so leid. So leid, dass so viel Potential verschenkt wird. So leid, dass jemand mit solchen Fähigkeiten, es so hart im Leben hat. Dass man in einem der fortschrittlichsten Industrieländern der Welt nicht in der Lage ist, Menschen mit besonderen Begabungen und Handicaps individuell zu fördern, sie sich entwickeln zu lassen, von ihnen zu profitieren. 
Alles, was ich jetzt tun kann, ist zu versuchen ihm zu helfen, sein Leben auf eigene Beine zu stellen. Seine Talente anzunehmen und mit seinen Beeinträchtigungen umzugehen. Auf dass er eines Tages auf sein Leben zurückblicken kann - und zufrieden lächeln. 

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I am having a new client, let's call him Thomas. Thomas is gifted, highly sensitive and aspie. He comes from an academical background, is 38 years old and on the vocational side hasn't more to offer than unfinished studies of law. He is suffering from ADHD and in stressful situations from dyslexia. Many years he spend in clinics, due to depressions and that sort and currently is planning to move out of an assisted appartment for the mentally challenged. 
He is extremely eloquent, speaks in a calm and considerate way and is very capable of self-reflection. Due to his high sensitivity he catches other peoples emotions and is capable to perceive truth - and lies in others. 
Only he had never learned to handle it. Had never learned to learn. Even in clinics no one ever explained him his Asperger. And I am feeling so sorry. Feeling so sorry, seeing so much talent being wasted. Feeling sorry that someone with such abilities has such a hard time walking through life. That in one of the most progressed countries of the world, Germany, it isn't possible to individually support people with special gifts and handicaps, to let them thrive and to benefit from them. 
All I can do now, is trying to help him to lead an independet life at his own control. To accept his talents and to handle his handicaps. So that on some future day he might look back on his life - and smile contentedly.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Zwei Seiten der Medaille | Two sides of the medal

Vielleicht hast Du schon mitbekommen, dass ich nicht nur als Coach, sondern auch als Webdesignerin arbeite. Heute habe ich meine persönliche Webdesign-Homepage überarbeitet und mein Asperger als Pluspunkt in den Fokus gestellt, mit dem Spruch "Ihr Ass(pie) im Ärmel für visuelle Qualität"! Die Konzentration auf die Stärken der Aspie-Medaille bügelt die Schwächen zwar nicht aus, aber sie zeigt auf, dass eine Behinderung, eine eigene Wahrnehmung, auch eine Bereicherung sein kann. Aus welcher Perspektive betrachtest Du Deine Stärken und Schwächen?

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Maybe you have noticed that I do not only work as a coach but as a webdesigner also. Today I updated my personal webdesign homepage and moved my Asperger into the focus, combined with a German pun including 'Aspie', saying that I am the joker for visual quality assurance. To concentrate on the strengths of the Aspie-medal doesn't eleminate the weaknesses, but it shows that a disability, a peculiar perception, can be an ability as well. From which perspective do you regard yourself?

Montag, 20. August 2012

Kein Ziel - viel Glück | No goal - much happiness

Früher wollte ich noch etwas erreichen, da war das Leben anstrengend, ich hatte ein Ziel, dem ich hinterhergelaufen bin, manchmal konnte ich es benennen, manchmal nicht. Heute habe ich nichts mehr zu erreichen, das mag das Alter bringen, die Erfahrung, die Entwicklung. In meinem Leben ist die Aussage, dass der Mensch immer ein Ziel braucht, auf das er hinarbeiten kann, damit er sein Leben mit Sinn erfüllt, nicht wahr. Keine Ambitionen, die es zu erfüllen gilt, keine Ziele, die über den Horizont hinausgehen, keine Arbeit. Aktiv leben, im Moment, mit Passionen, dennoch in Ruhe, Ausgeglichenheit, Erfüllung.

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I used to be in the need of gaining something in life, which used to make life exhausting, I had a goal I was heading after, sometimes I could name it, sometimes I couldn't. Today I have nothing to accomplish, that may be due to aging, to experience, to personal development. In my life the saying that every person needs a goal he can work for to find a meaning in life, is untrue. No ambitions that need to be fulfilled, no goals that go beyond the horizon, no work. Living activly, in the moment, with passion, though being calm, balanced, fulfilled.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Berufliche Vielfalt | Vocational diversity

"Was ist meine Berufung? Kann es sein, dass ich irgendetwas ganz toll kann, es nur noch nicht weiß?" mit diesen Fragen kommen viele Klienten zu mir. In der Hoffnung, mit dem Finden der einen wahren Berufung, fortan glücklich und unbeschwert zu leben "bis ans Ende aller Tage".
Ein reizvoller Gedanke; Selbst verbrachte ich mehrere Jahre mit der Suche nach dem, was mich ausfüllt, musste jedoch  herausfinden, dass es das eine Wahre für mich gar nicht gibt!

Meine Persönlichkeit hat viele Facetten, ebenso haben auch die Tätigkeiten, die mich erfüllen, viele Facetten. Aspekte meiner Hochsensibilität lebe ich als Coach aus. Aspekte meiner Hochbegabung als Begleiterin für Meditation. Aspekte meines Asperger im Qualitätsmanagement. Meine Kreativität als Autorin und Designerin. Dazu kommen Hobbies, die meine nicht immer alltäglichen Interessensgebiete nähren.
Eine gelebte Berufungs-Collage; abwechslungsreich, erfüllend, zeitgemäß.
Was fühlst Du auf Deiner Collage?

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"What is my vocation? Could it be that there is something that I am very good in, without yet knowing?" Many clients turn to me with these questions. Hoping that once they found the one talent they will live happily ever after. 
An appealing thought; I myself spend many years looking for what fulfills me, until I had to find out that there isn't the one thing for me!

My personality has many sides and so have the activities that fulfill me. Aspects of my high sensitivity I live as a coach. Aspects of my mentally giftedness I live as a meditation trainer. Aspects of my Asperger I live in quality assurance. My creativity finds place in being an author and designer. Furthermore are my hobbies, to nurture my often uncommon interests.
A living vocation-collage; varied, fulfilling, contemporary. 
What do you feel on your collage?

Mittwoch, 8. Februar 2012

Reframing mit Kermit

It's not easy being green 

singt Andrew Bird wunderbar die Worte von Kermit dem Frosch und drückt damit Betrübnis darüber aus, zu leicht übersehen zu werden - doch zu guter Letzt bemerkt er die Vorzüge und Schönheit:
Green is the color of the spring 

und dass er gar nicht anders sein möchte:
And I think it's all I want to be

Dieser kleine, entzückende Song zeigt uns, dass es stets zwei Seiten gibt: Was Kermit zunächst noch bejammert:
Having to spend each day the color of the leaves

sieht er später aus einem anderen Blickwinkel, deutet den vermeintlichen Makel um - "Reframing" auf neudeutsch:
And green can be tall like a tree

Was möchtest Du denn sein? Was bist Du schon, dass Du glaubst gar nicht sein zu wollen? Hast Du keine Lust "normal" zu sein? Oder keine Lust "anders" zu sein? Weshalb nicht? Gibt es auch eine positive Seite an dem, was Du nicht an Dir magst?
Mit Sicherheit, guck' mal hin!

Mehr Fragen gibt es in "33 Fragen zum Nachdenken, Hineinfühlen & Spaß haben" (nicht nur für Meditierende ;-) )
Unterstützung bei der Antwortfindung biete ich natürlich auch.
Und hier gibt's was für die Ohren.

Dienstag, 31. Januar 2012

Meditation für Hochsensible: Lebensqualität & Eigenverantwortung mit Hochsensibilität

Am dienlichen Dienstag diene ich Dir mit einem Tipp für Deine Lebensqualität:

Meditation für Hochsensible
Lebensqualität & Eigenverantwortung mit Hochsensibilität

Meditation ist eine effektive und langfristige Methode, mit der Hochsensible ihre Lebensqualität eigenverantwortlich steigern können. Es ist eine einfache, wirkungsvolle Entspannungsmethode; aber noch viel mehr als das! Meditation, wie ich es verstehe, ist der Austausch mit sich selbst. Der ungetrübte Kontakt mit seinem Inneren, das Versinken in sich selbst.

Jeder Hochsensible hat spezielle Eigenschaften, die sein Leben und seine Persönlichkeit auszeichnet, mal mehr hiervon, mal mehr davon, da ist jeder von uns seine ganz eigene, individuelle Mischung. Natürlich gibt es keine spezielle Meditation für Hochsensible. Aber aus dem großen Gebiet der Meditation lassen sich Punkte herausarbeiten, die Hochsensiblen den Einstieg und die Praxis von Meditation erleichtern.
In diesem Buch beleuchte ich Aspekte von Hochsensibilität unter dem Gesichtspunkt der Meditation. Wie können uns unsere Eigenschaften beim Meditieren unterstützen? Welche Meditationen sind für hochsensible Eigenschaften besonders geeignet?

Als Themen werden u.a. Tipps für Anfänger & Fortgeschrittene, Übersicht und Erklärungen mehrerer Meditationsformen behandelt. Ich räume mit Vorurteilen auf und präsentiere Meditation frei von Religion und Esoterik, als eine offene, reine Methode für eigenverantwortliche Menschen. Alle Tipps basieren auf meine profunden beruflichen und persönlichen Erfahrungen und sind somit unmittelbar in die Praxis umzusetzen.

Bist Du neugierig geworden? 
Preis: 24,50 Euro
Verlag: Books on Demand
ISBN-10: 3842382251
http://www.amazon.de/dp/3842382251 oder überall im Buchhandel zu bestellen

Donnerstag, 26. Januar 2012

Woche der seelischen Gesundheit

Jeder 3. wird einmal im Leben an einen Punkt kommen, an dem ihm alles zu viel ist, er keinen Ausweg mehr sieht, die Seele erkrankt ist.
Daher nehme ich diese Woche als Anlaß, um darüber aufzuklären, dass Burn Out, Depressionen, Ängste, Stresserkrankungen o.Ä. keine Zeichen von Schwäche oder Unvermögen sind.

Eine seelische Erkrankung ...
  • ist ein Wegweiser, der einem zeigt, wo es nicht lang geht und wie es nicht weiter voran geht. 
  • ist eine Notwendigkeit, Verantwortung für sich zu übernehmen, in Form von Auszeit, Freunden, Hilfe, Unterstützung. 
  • ist eine Aufforderung für ein Innehalten und Hineinspüren. 
  • ist eine Chance für grundlegende Veränderungen im Leben. 

Meine Top-3 für schwere Zeiten:
  • Sich selber in den Arsch treten, one day at a time, getreu der Aussage von Winston Churchill: "If you are going through hell, keep going!"
  • Sich Hilfe suchen, bei Freunden, Ärzten, Therapeuten, Coaches, Büchern
  • Veränderungen wagen: Don't fear change - Change fear!

"Stark zu sein bedeutet nicht, nie zu fallen.
Stark zu sein bedeutet, immer wieder aufzustehen."

Sonntag, 9. Oktober 2011

Z N 2

Ich habe ein Talent dafür, auf der Straße allerlei kleine Pretiosen zu finden; häufig Schmucksteine aus Glas, Holz- oder Kunststoff-Figürchen, metallene Spiralen, mal schillernde Pailletten, Kleinode aus Kaugummi-Automaten, neuliche eine Schildkröte mit Panzerbruch aus Plastik,  gestern einen silbernen Buchstaben, offensichtlich Teil einer vormaligen Typenbezeichnung eines Krafrades. Ein Z. Oder ein N. Oder eine 2. Je nachdem, wie man es dreht und wendet; je nachdem, was man darin sehen will.

Eine Einladung für einen Perspektivwechsel. Das Ändern des Blickwinkels, das Ablegen von vordefinierenden Scheuklappen, angewendet auf das eigene Leben, die eigenen Gewohnheiten und Gedanken, vermag ungenutzte Möglichkeiten und Lösungen für Alteingesessenes zu liefern.
Die eine sagt, sie sei naiv, aber vielleicht ist sie offen für Neues? Bist Du weitschweifend oder einfach nur kreativ? Versessen oder passioniert?

Ist Dein N vielleicht ein Z? Oder gar kein Buchstabe, sondern eine 2? Welche neuen Worte ließen sich für Dein Leben formulieren?

Freitag, 7. Oktober 2011

Sicherheit durch Rituale


Das, was wir wiederholt tun, kennen wir. Das was wir kennen, gibt uns das Gefühl von Sicherheit. Sicherheit vermittelt Ruhe und Ausgeglichenheit, ein Baustein für ein entspanntes Leben.
Die bewußte Arbeit mit Ritualen vermag demnach unser Leben zu beeinflussen.

Das Einhalten von Ritualen kann also für innere Ausgeglichenheit sorgen. Nicht umsonst greifen so viele Profi-Sportler darauf zurück.
Und auf der anderen Seite kann das Ändern von schädlichen Ritualen/ "Glaubens-Ritualen" wie abfällige Gedanken, nachteiliges Verhalten ändern.

Welche Handlungen geben Dir Sicherheit?
In welchen Bereichen brauchst Du mehr Sicherheit?
Vielleicht läßt sich dadurch eine neue Ritual-Praxis entwickeln.

Eine Studie dazu ist in der Zeitschrift „Neuroscience and Behavioral Reviews“ erschienen, einen Überblick davon liefert focus.de.

Montag, 20. Juni 2011

Mythos Lebensaufgabe

Es kommt mir häufiger unter, dass ich von Klienten höre, dass sie noch nicht ihre Lebensaufgabe gefunden hätten. Problematisch wird es dann, wenn diese Aussage als Ausrede benutzt wird, dass sie nicht zufrieden im Berufsleben stehen. Die Annahme, dass das Wissen um diese vermeintliche Lebensaufgabe der Schlüssel für ein zufriedenes Berufsleben sei, ist eine Sackgasse.

Denn der esoterisch geprägte Glaube an jene Lebensaufgabe führt auch bei dem "Finden" einer solchen nicht weiter, da sie so konkret formuliert sind, wie ein Horoskop in einer Tageszeitung; Du kannst alles hineininterpretieren, was Dir passt. Dabei ist es egal, was Du aus den beliebtesten Antworten nach Lebensaufgaben herausfischt, ob es "Liebe geben", "Heilen" oder "Potentiale entfalten" ist.

Ein Beispiel? Ok, nehmen wir diese beliebte Antwort: "Deine Lebensaufgabe ist es, ein Lehrer zu sein". Damit kannst Du Coach werden und Menschen dabei helfen, ihre Potentiale zu entwickeln. Damit kannst Du Baby-Schwimmkurse anbieten und den Kleinen ein neues Körpergefühl vermitteln. Damit kannst Du in der Bank arbeiten und Menschen beraten, ihr Geld gewinnbringend anzulegen.
Und wer sagt, dass die Lebensaufgabe mit dem Beruf zu tun haben muss? Als "Lehrer" kannst Du eine Familie gründen und Deinen Kindern alles lehren, was Du weißt. Du kannst in Deiner Freitzeit den Rosen im Garten von den Menschen erzählen oder als Selbstmord-Attentäter der Welt den wahren Glauben lehren.
Du siehst, worauf ich hinaus will; zu schwammig, um wirklich hilfreich zu sein.

Meines Erachtens ist die Lebensaufgabe primär: zu leben. Eine Lebensaufgabe gibt es nicht zu finden, es gilt sie zu er-finden! Welche Aufgabe möchtest Du denn für Dein Leben?

Wie heißt es so schön "Leben ist das, was passiert, während Du drauf wartest, dass es beginnt." oder angepasst "Leben ist das, was passiert, während Du Deine Lebensaufgabe suchst."
Erfülle Dein Leben jetzt, öffne Deine Sinne, lebe Deine Fähigkeiten, Deine Begabungen, versuche es so gut es geht an Deine Bedürfnisse anzupassen und das Beste daraus zu machen, Tag für Tag.
Dazu brauchst Du keine Aufgabe, das ist nur Ablenkung. Du brauchst dafür keinen Startschuß, denn der ist mit Deiner Geburt gefallen. Du hast bereits alles, was Du brauchst.

In der Retrospektive vermagst Du dann vielleicht ein Resumée zu ziehen, aus dem Du Deine Lebensaufgabe ableiten kannst; nachher, nicht vorher.
Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens. Worauf wartest Du?!

Montag, 13. Juni 2011

Zeit, den Stöpsel zu ziehen

Im Zen gibt es folgende Analogie: Ein Gefäß, das bereits mit Wasser bis zum Rand gefüllt ist, kann keinen weiteren Tropfen mehr aufnehmen. Alles Wasser, was man fortan draufschüttet, läuft über den Rand herunter und ist verloren.
So verhält es sich mit dem Verstand/Geist auch. Ist der Verstand bereits gefüllt, kann nichts Neues mehr herein. Alle neuen Ideen, Impulse & Gedanken laufen über den Rand herunter und sind verloren.

Womit kann sich der Verstand so bis zum Rande anfüllen?
Zum Beispiel mit Gedanken, wie: "Das kann ich nicht." "Das bringt doch nichts." "Das kenn' ich schon." Mit Glaubenssätzen. Mit Vorsätzen. Mit Meinungen. Mit vermeintlichen Wahrheiten. Mit Arbeit. Mit Pflichten. Mit Emotionen. Mit Ängsten. Mit Vergangenheit. Mit Zukunft. Mit Sorgen. Mit Träumen. Mit Wissen. Mit vermeintlichen Wissen. Mit Illusionen. Mit Worten. Mit anderen Menschen. Mit Ablenkungen. Mit Vorstellungen darüber, wer Du bist. Mit Vorstellungen darüber, wie Dein Leben ist. Und sein sollte. Mit Vergleichen. Mit Gewohntheiten. Mit Ausreden. Mit Bullshit!

Zeit, den Stöpsel zu ziehen. So dass fortan wieder Neues aufgenommen, aufgesogen, gefiltert, geprüft, gehalten oder losgelassen werden kann.

Plöpp!

Montag, 30. Mai 2011

Veränderung voraus!

Ich möchte schreiben über Veränderung. Und über die Bereitschaft, Veränderung anzunehmen. Denn ich habe es bei meinen Klienten oft erlebt, dass sie sich verhalten, wie eine Frau beim Frisör: "Nichts abschneiden, nicht färben, aber etwas ganz Neues bitte!"

Es gibt den schönen Spruch "Life begins at the end of your comfort zone." Und Veränderung tut es auch. Veränderung/ Neues ist erstmal unangenehm. Es bedeutet das zu verlassen, was man kennt. Und auch wenn es dort scheiße ist - denn sonst würde man keine Veränderung anstreben - ist es dennoch die Scheiße, die man kennt. Und Heimrecht wiegt schwer!
Der Verstand findet haufenweise Ausreden: "Das wird bei mir nicht funktionieren!" "Das kann ich nicht." "Morgen ist auch noch ein Tag." etc.

Hier kommt die Überwindung ins Spiel. Überwindung, sich selbst in einem Licht zu sehen, was man noch nicht kennt. Das gewohnte Bild, was man von sich hat, die Eigenidentifikation zu verschieben. Das IST beängstigend, keine Frage.
Aber ist es nur weil es Angst macht automatisch auch nicht lohnenswert? Das muss jeder selber entscheiden. Du entscheidest. Du bist der Boss in Deinem Leben. Nimm es in die Hand und lass Veränderung gewähren.

Donnerstag, 14. April 2011

Manchmal Mut zur Mittelmäßigkeit

Wenn es darum geht, sich selber auszuleben, ist der Ratschlag sein Licht unter den Scheffel zu stellen, alles andere als hilfreich. Doch geht es darum, sich aus dem Druck des Perfektionismus zu befreien, ist Mut zum Mittelmaß angesagt.

Auf dem Wege in die eigene innere Mitte, hilft es vielen meiner Klienten, kreativ zu sein; zu malen, schreiben, fotografieren, musizieren. Diese Talente werden oft im Laufe des Alltags eingestellt, weil „man ja keine Zeit dazu hat“ und „wenn ich es mache, dann auch vernünftig“. Und so verschüttet nach und nach der Zugang zum inneren kreativen Potential – und damit zu einem Teil der Persönlichkeit .

Beim erneuten Entdecken dieses Potentials liefert der Perfektionismus einen Teufelskreis: „Ich kann nicht kreativ sein, wenn ich nicht in meiner Mitte bin.“ Aber „Kreativität hilft mir, wieder in meine Mitte zu kommen.“
Um aus dieser Zwickmühle zu entkommen rate ich: Mut zur Mittelmäßigkeit! Sei kreativ, nur kurz, gern schlecht, Hauptsache Du tust es!

Du wirst sehen, nach und nach öffnest Du Dich wieder, kannst tiefer und intensiver arbeiten, das Mittelmaß hinter Dir lassen und Deine Potentiale voll ausleben.
Alles hat seine Zeit, so auch die Mittelmäßigkeit.

Montag, 21. März 2011

Ingredienzien fühlen


In meiner Arbeit treffe ich öfter auf die Aussage „Ja, ich fühle eine Menge! Aber nur weil ich viel fühle, weiß ich ja noch lange nicht immer, was es ist, was ich da fühle.“
Genau, denn in der Regel ist das, was wir fühlen, ein Konglomerat von mehreren Gefühlen, in unterschiedlichen Nuancen, Abstufungen und Mischverhältnissen.

Da es aber oft sehr viel einfacher ist, mit den Gefühlen umzugehen, wenn man sie identifizieren kann, lohnt es sich zu üben, aus welchen Gefühlen genau solch ein Gefühlscocktail besteht.

Eine Methode dazu ist, die „puren Gefühle“ zu fühlen. Denn wenn man die Bestandteile an sich kennt, ist es einfacher sie im Getümmel wiederzuerkennen.
Zum Üben aus der breiten Palette an Gefühlenein einzelnes Gefühl herauspicken, z.B. Freude, Offenheit oder Enttäuschung, und jenes so intensiv fühlen, wie es möglich ist.

Mit der Zeit verbessert sich so die Kenntnis um die eigene Gefühlswelt und damit die Möglichkeit, mit ihnen umzugehen.