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Freitag, 7. Oktober 2011

Sicherheit durch Rituale


Das, was wir wiederholt tun, kennen wir. Das was wir kennen, gibt uns das Gefühl von Sicherheit. Sicherheit vermittelt Ruhe und Ausgeglichenheit, ein Baustein für ein entspanntes Leben.
Die bewußte Arbeit mit Ritualen vermag demnach unser Leben zu beeinflussen.

Das Einhalten von Ritualen kann also für innere Ausgeglichenheit sorgen. Nicht umsonst greifen so viele Profi-Sportler darauf zurück.
Und auf der anderen Seite kann das Ändern von schädlichen Ritualen/ "Glaubens-Ritualen" wie abfällige Gedanken, nachteiliges Verhalten ändern.

Welche Handlungen geben Dir Sicherheit?
In welchen Bereichen brauchst Du mehr Sicherheit?
Vielleicht läßt sich dadurch eine neue Ritual-Praxis entwickeln.

Eine Studie dazu ist in der Zeitschrift „Neuroscience and Behavioral Reviews“ erschienen, einen Überblick davon liefert focus.de.

Dienstag, 13. September 2011

Reisen tut der Heimat gut

Die Urlaubszeit geht zu Ende. Durch die Distanz gibst Du Dir die Chance, Deine Heimat neu zu betrachen. Nun ist es Zeit, in die Heimat zurück zu kehren, sie neu zu entdecken, zu genießen, sie sich so einzurichten, dass sie Dich nährt. Was fehlt Dir dazu?

Freitag, 19. August 2011

Urlaub mit Langzeitwirkung

Die Ferienzeit geht allmählich zur Neige und so lange die Vorfreude auf einen Urlaub währt, so schnell scheint der Erholungseffekt anschließend wieder dahinzuschmelzen. Wie kann man die Urlaubserholung in den Arbeits-Alltag rüber retten?
Eine Möglichkeit ist, die kleinen Zeitpolster zu nutzen, die der Alltag so bietet, wie zum Beispiel die Wartezeit auf die U-Bahn, die Busfahrt, die Warteschlange im Supermarkt. Einfach mal abschalten, die Gedanken schweifen lassen, bewußt atmen, sich in den Urlaub zurück denken.
Du wirst staunen, der Alltag bietet mehr dieser kleinen Inseln, als Du vielleicht denken magst!

Sonntag, 14. August 2011

Entbiegen und passend machen

Eine weiter Klienten-Erkenntnis: "Ich muss mich nicht verbiegen!"
Verbiegst Du Dich, wird es langfristig keinen Erfolg haben, weil Verbiegen Energie kostet, die auf Dauer nicht gehalten werden kann. "Verbiege" statt dessen Dein Umfeld. Gestalte es so, dass Du langfristig darin zurecht kommst. Was nicht passt, wird passend gemacht!
Natürlich ist das nicht von heute auf morgen möglich. Wir haben kurzfristige, mittelfristige und langfristige individuelle Strategien entwickelt, die das Umfeld dem Klienten anpassen, denn der wird sich jetzt ent-biegen.

Dienstag, 2. August 2011

Entspannter Alltag für Hochsensible

Die Klienten-Erkenntnis des Tages war:
Es ist allein eine Frage von innerer Arbeit & Einstellung mit Hochsensibilität klar zu kommen.

Natürlich lassen sich Maßnahmen ergreifen, (über)reizenden Situationen aus dem Wege zu gehen. Aber belastende Situationen - wie z.B. Licht, Lärm oder soziale Kontakte - ständig zu vermeiden, ist langfristig keine gangbare Lösung für den Alltag. Das sind Erst-Maßnahmen, um wieder einen inneren Kontakt herzustellen.

Für eine zukunftsträchtige Lösung gilt es vielmehr an sich und seiner inneren Ausgeglichenheit zu arbeiten, so dass die äußeren Reize einem nicht mehr so viel anhaben können.
Diese innere Ausgeglichenheit in Kombination mit dem Beachten der eigenen Grenzen führt zu einer langfristig gesunden Basis für einen enstpanntes Leben als Hochsensibler.

Dienstag, 26. Juli 2011

3 Gefühle zur Auswahl?

Ein Spiel stellte mir neulich folgende Frage (etwas abgewandelt):

"Stell' Dir folgende 3 Gefühle vor:

1. Du hast 48h gehungert und nimmst jetzt den ersten Bissen Deiner Lieblingsspeise in den Mund.

2. Du hast 12h körperlich hart gearbeitet und fällst nun in ein unglaublich bequemes Bett.

3. Du musstest 90 Minuten mit voller Blase ausharren und darfst Dich nun endlich entleeren.

Welches dieser Gefühle würdest Du auswählen, um es für den Rest Deines Lebens zu fühlen/ wieder abrufen zu können?"

Was antwortest Du? Meine Priorität wäre ganz klar Nummer 2.

Aber viel wichtiger ist doch diese Frage: Weshalb sich entscheiden müssen? Alle drei Gefühle (und noch mehr) stehen Dir jederzeit zur Verfügung. It's a minds game. Relax!

Sonntag, 10. Juli 2011

Hochsensibel? 10 Hinweise

10 Aussagen, die auf Hochsensibilität hinweisen können:
  • Von intensiven Außenreizen (grelles Licht, starke Gerüche, grober Stoff auf der Haut etc.) fühle ich mich leicht überwältigt.
  • Ich scheine besonders schmerzempfindlich zu sein.
  • Ich habe das Gefühl, auf die Einnahme/Anwendung von Lebensmitteln oder Arzneimitteln besonders empflindlich zu reagieren.
  • Ich bemerke und genieße feine Gerüche, Geschmäcker, Klänge oder Kunstwerke.
  • Ich erschrecke leicht.
  • Ich bemerke scheinbar mehr Details in meinem Umfeld als andere Menschen.
  • Es bringt mich durcheinander, wenn ich in kurzer Zeit vieles zu erledigen habe.
  • Veränderungen in meinem Leben bringen mich durcheinander.
  • Wenn ich in einen Raum komme, nehme ich die Stimmung gleich auf.
  • Ich bin ein guter Zuhörer; Menschen kommen zu mir mit ihren Problemen.
Mehr gibt es hier!

Montag, 20. Juni 2011

Mythos Lebensaufgabe

Es kommt mir häufiger unter, dass ich von Klienten höre, dass sie noch nicht ihre Lebensaufgabe gefunden hätten. Problematisch wird es dann, wenn diese Aussage als Ausrede benutzt wird, dass sie nicht zufrieden im Berufsleben stehen. Die Annahme, dass das Wissen um diese vermeintliche Lebensaufgabe der Schlüssel für ein zufriedenes Berufsleben sei, ist eine Sackgasse.

Denn der esoterisch geprägte Glaube an jene Lebensaufgabe führt auch bei dem "Finden" einer solchen nicht weiter, da sie so konkret formuliert sind, wie ein Horoskop in einer Tageszeitung; Du kannst alles hineininterpretieren, was Dir passt. Dabei ist es egal, was Du aus den beliebtesten Antworten nach Lebensaufgaben herausfischt, ob es "Liebe geben", "Heilen" oder "Potentiale entfalten" ist.

Ein Beispiel? Ok, nehmen wir diese beliebte Antwort: "Deine Lebensaufgabe ist es, ein Lehrer zu sein". Damit kannst Du Coach werden und Menschen dabei helfen, ihre Potentiale zu entwickeln. Damit kannst Du Baby-Schwimmkurse anbieten und den Kleinen ein neues Körpergefühl vermitteln. Damit kannst Du in der Bank arbeiten und Menschen beraten, ihr Geld gewinnbringend anzulegen.
Und wer sagt, dass die Lebensaufgabe mit dem Beruf zu tun haben muss? Als "Lehrer" kannst Du eine Familie gründen und Deinen Kindern alles lehren, was Du weißt. Du kannst in Deiner Freitzeit den Rosen im Garten von den Menschen erzählen oder als Selbstmord-Attentäter der Welt den wahren Glauben lehren.
Du siehst, worauf ich hinaus will; zu schwammig, um wirklich hilfreich zu sein.

Meines Erachtens ist die Lebensaufgabe primär: zu leben. Eine Lebensaufgabe gibt es nicht zu finden, es gilt sie zu er-finden! Welche Aufgabe möchtest Du denn für Dein Leben?

Wie heißt es so schön "Leben ist das, was passiert, während Du drauf wartest, dass es beginnt." oder angepasst "Leben ist das, was passiert, während Du Deine Lebensaufgabe suchst."
Erfülle Dein Leben jetzt, öffne Deine Sinne, lebe Deine Fähigkeiten, Deine Begabungen, versuche es so gut es geht an Deine Bedürfnisse anzupassen und das Beste daraus zu machen, Tag für Tag.
Dazu brauchst Du keine Aufgabe, das ist nur Ablenkung. Du brauchst dafür keinen Startschuß, denn der ist mit Deiner Geburt gefallen. Du hast bereits alles, was Du brauchst.

In der Retrospektive vermagst Du dann vielleicht ein Resumée zu ziehen, aus dem Du Deine Lebensaufgabe ableiten kannst; nachher, nicht vorher.
Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens. Worauf wartest Du?!

Montag, 13. Juni 2011

Zeit, den Stöpsel zu ziehen

Im Zen gibt es folgende Analogie: Ein Gefäß, das bereits mit Wasser bis zum Rand gefüllt ist, kann keinen weiteren Tropfen mehr aufnehmen. Alles Wasser, was man fortan draufschüttet, läuft über den Rand herunter und ist verloren.
So verhält es sich mit dem Verstand/Geist auch. Ist der Verstand bereits gefüllt, kann nichts Neues mehr herein. Alle neuen Ideen, Impulse & Gedanken laufen über den Rand herunter und sind verloren.

Womit kann sich der Verstand so bis zum Rande anfüllen?
Zum Beispiel mit Gedanken, wie: "Das kann ich nicht." "Das bringt doch nichts." "Das kenn' ich schon." Mit Glaubenssätzen. Mit Vorsätzen. Mit Meinungen. Mit vermeintlichen Wahrheiten. Mit Arbeit. Mit Pflichten. Mit Emotionen. Mit Ängsten. Mit Vergangenheit. Mit Zukunft. Mit Sorgen. Mit Träumen. Mit Wissen. Mit vermeintlichen Wissen. Mit Illusionen. Mit Worten. Mit anderen Menschen. Mit Ablenkungen. Mit Vorstellungen darüber, wer Du bist. Mit Vorstellungen darüber, wie Dein Leben ist. Und sein sollte. Mit Vergleichen. Mit Gewohntheiten. Mit Ausreden. Mit Bullshit!

Zeit, den Stöpsel zu ziehen. So dass fortan wieder Neues aufgenommen, aufgesogen, gefiltert, geprüft, gehalten oder losgelassen werden kann.

Plöpp!

Mittwoch, 8. Juni 2011

... zum Fühlen

Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehn,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich
mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.

Rainer Maria Rilke, Sommer/Herbst 1899

Montag, 30. Mai 2011

Veränderung voraus!

Ich möchte schreiben über Veränderung. Und über die Bereitschaft, Veränderung anzunehmen. Denn ich habe es bei meinen Klienten oft erlebt, dass sie sich verhalten, wie eine Frau beim Frisör: "Nichts abschneiden, nicht färben, aber etwas ganz Neues bitte!"

Es gibt den schönen Spruch "Life begins at the end of your comfort zone." Und Veränderung tut es auch. Veränderung/ Neues ist erstmal unangenehm. Es bedeutet das zu verlassen, was man kennt. Und auch wenn es dort scheiße ist - denn sonst würde man keine Veränderung anstreben - ist es dennoch die Scheiße, die man kennt. Und Heimrecht wiegt schwer!
Der Verstand findet haufenweise Ausreden: "Das wird bei mir nicht funktionieren!" "Das kann ich nicht." "Morgen ist auch noch ein Tag." etc.

Hier kommt die Überwindung ins Spiel. Überwindung, sich selbst in einem Licht zu sehen, was man noch nicht kennt. Das gewohnte Bild, was man von sich hat, die Eigenidentifikation zu verschieben. Das IST beängstigend, keine Frage.
Aber ist es nur weil es Angst macht automatisch auch nicht lohnenswert? Das muss jeder selber entscheiden. Du entscheidest. Du bist der Boss in Deinem Leben. Nimm es in die Hand und lass Veränderung gewähren.

Montag, 21. März 2011

Ingredienzien fühlen


In meiner Arbeit treffe ich öfter auf die Aussage „Ja, ich fühle eine Menge! Aber nur weil ich viel fühle, weiß ich ja noch lange nicht immer, was es ist, was ich da fühle.“
Genau, denn in der Regel ist das, was wir fühlen, ein Konglomerat von mehreren Gefühlen, in unterschiedlichen Nuancen, Abstufungen und Mischverhältnissen.

Da es aber oft sehr viel einfacher ist, mit den Gefühlen umzugehen, wenn man sie identifizieren kann, lohnt es sich zu üben, aus welchen Gefühlen genau solch ein Gefühlscocktail besteht.

Eine Methode dazu ist, die „puren Gefühle“ zu fühlen. Denn wenn man die Bestandteile an sich kennt, ist es einfacher sie im Getümmel wiederzuerkennen.
Zum Üben aus der breiten Palette an Gefühlenein einzelnes Gefühl herauspicken, z.B. Freude, Offenheit oder Enttäuschung, und jenes so intensiv fühlen, wie es möglich ist.

Mit der Zeit verbessert sich so die Kenntnis um die eigene Gefühlswelt und damit die Möglichkeit, mit ihnen umzugehen.

Sonntag, 13. März 2011

Plädoyer fürs Alleinsein

Schon als Kind fand ich es erstrebenswert, mit mir allein sein zu können. Heute, mit dem Wissen um meine Hochsensibilität, weiß ich besser einzuordnen, dass diese Zeiten des Alleinseins überlebenswichtig für meine mentale Verfassung waren und immernoch sind.

Vorweg: Man beachte den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Einsam kann man auch auf einer vollen Party sein. Alleine kann man nur alleine sein.

Alleinsein wird häufig als "Zurückgezogenheit" betitelt und unterstellt, dass der Zustand der Gemeinsamkeit der Normalzustand sei, das Alleinsein eine Ausnahmeerscheinung.

Klar, der Mensch ist ein soziales Wesen, aber heutzutage ist es häufig schon ein Gemeinsamkeits-Zwang. Es gilt eher als uncool mal allein zu sein oder nur sein zu wollen. Viele nutzen, nachdem sie den ganzen Tag mit Menschen im Arbeitsleben zu tun hatten, den Fernseher, das Radio, das Internet, um auch zuhause mit Menschen in Kontakt zu sein.

Versteh' mich nicht falsch, ich nutze diese Medien auch alle und sehr intensiv teilweise. Aber wenn sie nur zur Ablenkung genutzt werden, damit ja nicht das Gefühl aufkommt, allein zu sein, aus Angst davor, wen man dort treffen könnte, verliert man ein Stück Identität; das Gefühl für sich selbst. Denn Du bist mehr als nur die Kollegin von... oder der Freund von.... Du bist Du!

Und ich lade Dich ein: Genieße Dich alleine!