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Montag, 3. März 2014

Krankhaft unkorrekt | Pathologically incorrect

Ich war jetzt über eine Woche krank. Nicht schlimm, aber genug, um mich elend und knatschig zu fühlen. In dem Zusammenhang fällt mir immer wieder ein, dass es mir sehr schwer fällt, mich sozial korrekt zu verhalten, wenn andere Leute krank sind. In der Regel bringe ich die nötige Empathie nicht auf und muss auf angelernte Phrasen und Mimiken zurückgreifen, um mein Genervtsein zu verbergen; Genervt, weil deren Malaise entweder meine Pläne beeinflusst oder weil es mir schlichtweg egal ist. Nicht sehr rühmlich, ich weiß, aber so ist es nun mal.

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I have been sick for over a week now. Not really bad but enough to feel miserable and crotchety. That always reminds me of how hard it is to me, to interact in a correct social way when someone else is sick. Usually I can't come up with the neccessary empathy and have to use learned sentences and facial expressions, to hide my annoyance. I'm annoyed because their malaise influences my plans or because I just don't care. Not very flattering, I know, but that's the way it is. 

Freitag, 21. Februar 2014

Introvert-Tag | Introvert-Day

Heute morgen wachte ich auf und spürte, dass es ein Introvert-Tag ist; Ein Tag, an dem ich so introvertiert bin, dass ich mit meiner Umwelt am liebsten gar nicht in Kontakt trete. Daher erlaubte ich mir, alle Termine abzusagen, meine Routinen und Disziplinen heute ausfallen zu lassen, mich im Bett zu verkriechen und nur mit meinen Tieren zu reden. 

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When I woke up this morning, I felt that this is an introvert-day; A day I am introverted at such a degree that I prefer not to get in touch with my enviroment at all. So I allowed myself to cancel all appointments, to skip my routines and disciplines for a day, to cuddle up in bed and only have conversations with my pets.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Wohlwollende Korrekturen | Polite corrections

Etwas, was ich erst durch Sheldon in der "The Big Bang Theory" gelernt habe, weil es ihm auch erst erklärt werden mußte: Jemanden zu verbessern werte denjenigen nicht auf, sondern kann herablassend wirken. Ich finde es höchst verwunderlich, dass es so aufgefasst werden kann, denn es ist ausschließlich wohlwollend gemeint! Bitte denke daran, wenn ich das nächste Mal Deinen Genetiv verbessere ;)

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A thing I only learned from Sheldon in the "The Big Bang Theory", as it had to be explained to him too: To correct someone does not upgrade him but may in the contrary seem condescending towards him. I am honestly surprised that it may appear that way, because it is meant to be nothing but polite! Please bear that in mind when I correct your grammar the next time ;) 

Samstag, 15. Februar 2014

Kennen wir uns? | Do I know you?

Gestern saß ich im Restaurant neben einem Mann, den ich zu kennen glaubte. Auf Nachfrage meinerseits, stellte sich heraus, dass er ebenfalls das Gefühl hatte, mich zu kennen. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich es auf mein wahrlich unterdurchschnittliches Gesichterkennungsvermögen geschoben, da bin ich ganz Aspie. Trotz reiflichen Nachdenkens, fanden wir keinen gemeinsamen Nenner, beschlossen jedoch demnächst zusammen mit unseren Partnern essen zu gehen, damit wir uns kennenlernen. Ein merkwürdiges, doch erfreuliches Ereignis!

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Yesterday in a restaurant I was sitting next to a man, whom I thought to know. Asking him I found out that he had the same feeling. If that would not have been the case, I would have thought my impression was based on my indeed below average ability to identify faces, being a typicall aspie. Although we tried to figure out where we could have met, we had no clue by the end of the evening. But we decided to go out for dinner with our partners, in order to get to know each other. A strange but pleasant event!

Donnerstag, 13. Februar 2014

Erfolgreiche Rechthaberei | Successful know-it-all

Heute war ich mutig und habe mich mit zwei Fremden zum Schachspielen getroffen. Einer kam zu spät, meinte, ich hätte in der Wegbeschreibung einen anderen Ort angegeben, mit einem ähnlichen Namen. Ich verneinte das, er beharrte drauf, wir schlossen mit "auch egal". Aber ich wäre kein Aspie, wenn ich es einfach so fallen lassen könnte! Zuhause überprüfte ich meine Beschreibung - und sie war natürlich korrekt. Da mir nicht viel an dem Kontrahenten liegt, habe ich meinen Rechthaberfimmel ausgelebt und ihm meine Befund mitgeteilt. Ahhh, tut gut!

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Today I was brave and met with two strangers for a game of chess. One of them was late, saying I gave the wrong place in the description, having mixed it up with a similar name. I denied, he insisted, we closed the issue with "doesn't matter". But I would be no aspie if I could drop it just like that! Back at home I checked my description - and of course it was correct. As I don't care much about the opponent, I fullfilled my need of being a know-it-all and informed him of my result. Ahhh, feels good!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Countdown für Dein Gewicht | Counting down your weight

Inspiriert durch Kollegen, begann ich vor einigen Monaten mit Weight Watchers, um mein Wohlfühlgewicht wiederzuerlangen. Und entdeckte, dass es meinem Naturell sehr entgegen kommt, weil das System auf Punkten und Zählen basiert; perfekt für mich als Zahlen-Genießerin! Kürzlich habe ich übrigens meinen 10%-Körpergewicht-abgenommen-Erfolg erzielt, es funktioniert. Also, wenn Du Zahlen genau so gerne magst, wie Abnehmen, dann fang an zu zählen. 

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Inspired by some colleagues, I started doing Weight Watchers some months ago, in order to regain a weight I feel comfortable with. And I discovered, that it matches my nature, as the system is based on points and counting; perfect for me as an aficionado of numbers! Recently by the way I achieved my 10%-of-bodyweight-loss-success, it works. So, if you enjoy numbers as much as losing weight, start counting.

Dienstag, 11. Februar 2014

Auf den kannst Du kauen | You can chew on this one

Seit Jahren bemerke ich ab und an, wie ich auf meinen Finger beiße; immer ein Zeichen, dass ich gestreßt bin. Ich bin sehr geübt in Entspannungsübungen, also praktiziere ich dann eine - oder aber kaue fortan weiter, aber nicht auf meinem armen Finger, sondern auf meinem "Chewbuddy", ein Beißring in Männchen- oder Rautenform. Denn Streßabbau über Beißen ist bei Autisten verbreitet und ein Unternehmen in England (entstanden durch engagierte Eltern) hat sich dessen angenommen, guten Appetit: http://www.sensorydirect.com/sense/chewys.html

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For years I once in a while find myself biting on my finger; always a sign for stress. I am very familiar with relaxation techniques, so I then start practicing one - or from now on keep biting, but not on my poor finger, but on my "Chewbuddy", a teether in human or diamant shape. To release tension through biting and chewing is popular among autists and a company in England (created by commited parents)  is taking care of it, enjoy your meal: http://www.sensorydirect.com/sense/chewys.html

Montag, 10. Februar 2014

iCommunicate - App für Autisten | iCommunicate - App for autists

Vor einiger Zeit entdeckte ich eine App namens "iCommunicate", die speziell für die Bedürfnisse von Autisten entwickelt worden ist. Ich nutze sie, um meine Tagesabläufe zu planen. Für jede Aktivität kann ich ein eigenes Bild anlegen, um dann eine "Bildergeschichte" für meine Tage anlegen. Altivitäten, die erledigt worden sind können abgehakt, Ausgefallenes durchgestrichen werden.
Als Ergebnis stelle ich fest, dass ich mehr auf die Reihe bekomme! Zuvor fühlte ich mich oftmals von den Pflichten des Alltags überfordert. Alles, was ich zu tun hatte, waberte wie in einer großen Wolke wirr in meinem Kopf herum. Jetzt ist alles in einer organisierten Reihenfolge, vom Aufstehen, bis zum Schlafen. Und wenn ich mich tagsüber unsicher und überfordert fühle, scrolle ich durch den geplanten Tagesablauf und gewinne schnell meine Orientierung zurück. 
Es ist doch toll, das wir in Zeiten solcher technischen Möglichkeiten leben. Und dass es Menschen gibt, die sich für ihre Kinder so einsetzen, dass sie solche Apps entwickeln; danke dafür! http://www.grembe.com/

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Some time ago I discovered an app called "iCommunicate", which is especially designed for the needs of autists. I use it to plan my daily routine. I can include a personal image for each chore and then create a storyboard for each day. Accomplished chores can be checked, omitted ones crossed out. 
As a consequence I noticed, that I can manage more! Before I often felt overwhelmed by everydays life. Everything I had to do floated like in one big cloud inside my head, creating wooly thoughts. Now everything is in one organized order, from getting up to falling asleep. And when I start feeling overwhelmed during the day, I scroll through the storyboard and regain orientation fast. 
Isn't it great that we live in times with such technological possibilities?! And that there are parents who are so dedicated to their children that they develop such apps; thank you for that! http://www.grembe.com/

Freitag, 7. Februar 2014

Jetzt sind mal die anderen dran | Now it is their turn

Heute war für mich Schachabend im Schachverein. Nachdem ich gespielt hatte, verloren übrigens, guckte ich zwei anderen bei ihrer Partie zu. Der ältere der beiden Herren hat ununterbrochen am ganzen Körper gezittert, gesundheitsbedingt. Nach einer Weile konnte ich beobachten, wie auch sein Gegner mit Beinen und Oberkörper begann zu wackeln. Drei Personen am Tisch, zwei hibbeln, ich, die Aspie, die sich gerne mal schaukelt, sitzt ganz ruhig. 'Das ist mal selten!' kicherte ich in mich hinein.

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Today I was at my chess club. After having played, and lost by the way, I watched an other couple playing. The older man constantly fidgeted, due to his health. After a while I could observe how his opponent also started jiggling, his legs and upper part of the body. Three persons at the table, two fidgeting, me, the aspie who loves to sway herself a good many times, sitting all still. 'That's a rare moment!' I giggled to myself. 

Donnerstag, 6. Februar 2014

Störrischer Fehler | Mind sticking mistake

Letzten Sonntag war ich bei einer Freundin zum Brunch eingeladen, wo ich außer ihr niemanden kannte. Ich nahm meinen Mut zusammen, fuhr hin und saß erst einmal schüchtern schweigend am Ende des Tisches und lauschte den Gesprächen. So hörte ich, als ein Gast die French Press Kaffeekanne bediente, das Lob einer anderen: "Schön, dass Du Dich dem Kaffee annimmst!" - 'Schön, dass Du Dich des Kaffees annimmst!' ging mir sofort das korrekte Deutsch durch den Kopf, 'Aber' dachte ich sogleich weiter, 'nicht korrigieren, hier ist das nicht angebracht.' und schluckte meinen Kommentar herunter. Doch, so unausgesprochen, ging es mir natürlich nicht aus dem Kopfe, selbst abends im Bett war der Fehler noch präsent. Vielleicht kann ich den Tab jetzt, nachdem ich es gebloggt habe, endlich schließen ;)

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Last Sunday I was invited to brunch at a friends house where I didn't knew anyone besides her. I gathered my courage and went over to her place. In the beginning I sat shyly and quiet at the end of the table and listened to the others talking. So I was hearing, as a guest took care of the french press coffeepot, a woman complimenting him about it, using a grammatically incorrect form. Immediately the correct form popped up in my head, 'but' I continued thinking 'don't correct her, that isn't the right place.' and I swallowed down my comment. Yet, being unspoken, of course it didn't leave my head, as I was noticing at night in bed. Maybe now, that I blogged it, I might finally close the tab ;) 

Mittwoch, 5. Februar 2014

Zwei Seiten der Medaille | Two sides of the medal

Vielleicht hast Du schon mitbekommen, dass ich nicht nur als Coach, sondern auch als Webdesignerin arbeite. Heute habe ich meine persönliche Webdesign-Homepage überarbeitet und mein Asperger als Pluspunkt in den Fokus gestellt, mit dem Spruch "Ihr Ass(pie) im Ärmel für visuelle Qualität"! Die Konzentration auf die Stärken der Aspie-Medaille bügelt die Schwächen zwar nicht aus, aber sie zeigt auf, dass eine Behinderung, eine eigene Wahrnehmung, auch eine Bereicherung sein kann. Aus welcher Perspektive betrachtest Du Deine Stärken und Schwächen?

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Maybe you have noticed that I do not only work as a coach but as a webdesigner also. Today I updated my personal webdesign homepage and moved my Asperger into the focus, combined with a German pun including 'Aspie', saying that I am the joker for visual quality assurance. To concentrate on the strengths of the Aspie-medal doesn't eleminate the weaknesses, but it shows that a disability, a peculiar perception, can be an ability as well. From which perspective do you regard yourself?

Dienstag, 4. Februar 2014

Aspie beim Sport | Aspie working out

Ich hatte heute Personal Training. Während ich mich abmühe, zählt der Trainer Chris laut mit, 3, 4, 5... Aber opps, da hat er sich verzählt, japsend korrigiere ich ihn. "Du bist die einzige,", sagt er zu mir, "die das stört!" - "Wirklich?!" - "Wirklich." - "Tja, das ist der Aspie in mir." Can't help it ;) 

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Today I had personal training. While I was struggeling, my coach Chris counted aloud, 3, 4, 5... But oops, he miscounted, so gasping for air I corrected him. "You are the only one" , he said to me, "who is unsettled by miscounting!" - "Really?!" - "Really." - "Well, that is the Aspie within me." Can't help it ;) 

Montag, 3. Februar 2014

Mutig doch allein | Brave but alone

Der Aspie-Wahrheit "liebe es allein zu sein - hasse es einsam zu sein" folgend habe ich mich vor einiger Zeit bei einer Freizeit-Community im Internet angemeldet. Darüber suchte ich Interessenten für eine Museumsausstellung über die Geschichte der Vermessung und Kartographie von Bayern. In der Tat meldeten sich zwei, eine Frau, ein Mann. 
Je näher der Termin rückte, desto größer wurde meine leichte Panik vor den fremden Leuten. Aber ich war mutig, sagte nicht ab und fand mich überpünktlich im Museum ein. Brav wartete ich, bis unser Termin um eine Viertelstunde verstrichen war - und keiner tauchte auf! Erleichtert genoss ich die sehr schöne Ausstellung alleine, froh zum einen dass ich mich getraut hatte und zum anderen, dass der Kelch noch mal an mir vorüber gegangen ist. 

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Following the Aspie truth "loves to be alone - hates to be lonely" I joined an online community to meet people for activities. There I was looking for others to visit a museum exhibition on the history of Bavarians survey. And indeed two people signed up, a woman and a man.
The closer the date got, the bigger became my slight panic of meeting strangers. But I was brave, didn't cancel the date and showed up more than on time at the museum. Without complaining I did my duty and waited until our date was oberdue for fifteen minutes - and no one showed up! Relieved I enjoyed the nice exhibition on my own, being happy, on the one hand that I had been brave enough and on the other hand that I dodged that bullet. 

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Vor- & Nachteile als Alien | Pro's & Con's as an Alien

Eines der möglichen Symptome von Autismus, ist das Gefühl "ein Alien" zu sein, nicht dazuzugehören, sich nicht als Teil der Gesellschaft und gar der eigenen Familie zu fühlen. Auch selber kenne ich das nur zu gut, dachte jedoch, dass alle Menschen derart empfänden, hielt es für "ganz normal", bis ich um mein Asperger wusste. Ein Zugehörigkeitsgefühl zu Menschen oder Gruppen von Menschen vermochte ich nur künstlich herbeizuführen und das war daher nur ein temporärer Zustand, nicht dauerhaft nährend.
Ich bin ich, ich kann nur ich sein, war die ernüchternde Erkenntnis.

Nun versuchte ich mir vorzustellen, wie es wäre, hätte man bereits als Kind, in seiner Familie, seinem Umfeld, das Gefühl dazuzugehören, Teil des Ganzen zu sein; und das verändert die ganze Sichtweise auf das Leben: Es birgt Erfüllung, weil man viel empfängt, und es birgt Anstrengung, weil man stark verwickelt ist in emotionale Stricke.

Wenigstens verschafft es mir einen Vorteil für das Coaching, denn ich denke, dass es gerade meine Distanz zu jenen menschlichen Verstrickungen ist, weshalb ich sie empathisch besonders klar wahrnehmen kann, ohne davon vereinnahmt zu werden; eine großartige Fähigkeit für einen Emotions-Coach.

Und wie wahr wird da der Sci Fi-Spruch: They are among us!

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One of autisms possible symptoms is to feel like an alien, not to belong, not to society, nor to your family. I know that feeling far too well, thinking that everybody felt that way, until I knew of my Asperger's. I could only construct the feeling of belonging to someone or to a group of people temporarily, it didn't nourish me in a long term.
I am me, that is all I can be, that was my disillusioning insight. 

Then I tried to imagine that already as a child, within one's family, you have the feeling of belonging, to be part of it all; and that changed the whole perspective on life: It brings fulfillment, as you receive a lot, and it is tiresome as you are involved heavily in emotional entanglements. 

At least it gives me an advantage for my coaching work, as I think that especially this distance to human entanglements makes me perceive them more clearly without becoming entangled myself; a great skill for an emotional-coach!

And how true the Sci Fi saying becomes all of a sudden: They are among us!

Sonntag, 30. September 2012

Topf & Deckelchen | Perfect matchmaking

Schon vor Jahren hatte mein Honey und ich scherzhaft die Idee durchgesponnen, einen Supermarkt zu eröffnen, in dem nur Autisten arbeiten. Die Vorteile lägen klar auf der Hand: die Regale sind immer ordentlich aufgefüllt, die Produkte sind einfach zu finden, weil sie immer am gleichen Platze stehen, es bräuchte keine Registrierkassen oder Lagermanagements, weil diese Leistungen in den Köpfen der begabten Autisten stattfänden.
Den Kern dieses Gedankenklamauks machen sich inzwischen seriöse Firmen zueigen und suchen gezielt Menschen auf dem Autismus-Spektrum, da sie sich aufgrund ihrer natürlich Fähigkeiten für bestimmte Aufgaben besonders gut eignen, z.B. zum Testen von Software. Meiner Meinung nach ist das ein hervorragender Ansatz, der sowohl dem Arbeitnehmer als auch dem Arbeitgeber hilft. Mehr Infos zum Beispiel bei auticon.

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Years ago my honey and I imagined just for fun, to create a supermarket that is completely run by people with autism. The advantages are obvious: the shelfs are always properly filled, everything is to be found at the very same spot, no need for electronic chashiers or stockmanagement, because those skills will be fulfilled in the heads of gifted autists.
The gist of this mindgame meanwhile moved into serious business where companies are especially looking for people with autism as they are excellently gifted to fulfill certain tasks, e.g. testing software. In my opinion that is a great approach where both sides, company and worker, benefit from.

Freitag, 27. Juli 2012

Es darf Spaß machen! | It's allowed to be fun!

Nachdem ich vor einigen Wochen im Buchladen durch Zufall über ein Schachbuch gestolpert bin, welches ich sofort gekauft habe, habe ich wieder Blut geleckt und meine alte Leidenschaft erwachte von Neuem.

Vor mehr als zehn Jahren vertiefte ich meine Schachkenntnisse mithilfe eines Trainiers, was meine Mutter, als ich ihr davon berichtete, zu einem Vortrag animierte, weshalb das gar keinen Sinn hätte, da es unmöglich wäre, dass ich jemals gut darin werden könne. Woher will sie das wissen? Und vor allem: Ja, und?! Vom pädagogischen  Unvermögen und mangelnden Einfühlungsvermögen bedrückt, verzichtete ich darauf, ihr zu erklären, dass ich es vornehmlich deshalb mache, weil es mir Spaß macht!
Wie langweilig wäre das Leben, dürfte man nur jenen Passionen nachgehen, in denen man Hoffnung auf öffentlich anerkannte Bestleistungen hat. Nein, es darf einfach nur Spaß machen! So spiele ich Golf, nicht gut, aber gerne; Ich spreche ungarisch, mehr schlecht, als recht; Ich treibe Sport, weitab von Wettkampferfolgen; Desgleichen spiele ich Schach wie ein Anfänger - und genieße es! Schach bringt mir Freude, ich finde es faszinierend, dieses Spiel ist von seinen Grundzügen so einfach und dennoch so vielschichtig.

Meine Bettlektüre waren seit dem Buchkauf fortan wieder Schachaufgaben. Und jetzt am Wochenende gibt's was aufs Hirn für mich: einen Wochenendkurs bei der Münchener Schachakademie.
Die engagieren sich übrigens auch für Schachunterricht für Menschen mit Autismus; wenn ich da man nicht gut aufgehoben bin ;-)

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A couple of weeks ago, in a bookstore, I stumbled upon a chess book, which I immediately purchased and with it awoke an old passion.

More than ten years ago I improved my knowledge of chess with the help of a coach. As soon as I told my mother of it, she felt inspired to give me a lecture on how useless that is, as I will never be able to be any good at it. How can she tell? And above all: So what?! Baffled by her educational inability and lack of empathy, I didn't try to explain to her that my motivation in playing chess is to have fun!
How boring life would be if you were only allowed to follow those passions you are probable to achieve public record performances. No, it is allowed to just be fun! So I play golf, not good, but I like it; I speak Hungarian, rather more rough than ready; I do sports, far away from success in competitions; And I play chess like a beginner - and I enjoy it! Chess is fun to me, I find it fascinating, so simple in the structure, yet so complex. 

After I got that book my bedside reading henceforth were chess exercises. And now on the weekend there will be more brain-fun for me with a weekend class at the Munich Chess Academy.
By the way, they get involved with chess for autistic people; if that ain't the right spot for me ;-)

Freitag, 27. Januar 2012

Mut zur Unfreundlichkeit

Freundlichkeit & Höflichkeit machen das zwischenmenschliche Miteinander leichter, angenehmer, lebenswerter. Am freudigen Freitag möchte ich dennoch zum Mut zur Unfreundlichkeit aufrufen! Wie passt das zusammen?

Wenn es Dich anstrengt
ständig freundlich zu sein, zu lächeln, zu nicken, in die Augen zu sehen, Ja zu sagen, Deine Meinung & Gedanken hinunterzuschlucken, dann sei zur Abwechslung mal freundlich zu Dir und sei "unfreundlich"; nein, nicht rüpelhaft, einfach "neutral".

Hochbegabte halten sich häufig zurück, um nicht auf Unverständnis zu stoßen. Und gerade bei Hochsensiblen kann das Bedürfnis nach Harmonie so weit führen, dass man sich selbst darüber vergißt und sich Verhaltensweisen angewöhnt oder Aus- und Zusagen macht, die dem eigenen Naturel im Grunde nicht entsprechen.

Das macht den Alltag anstrengend, weil Energie aufgewendet werden muss, um gegen das natürliche Verhalten zu handeln. Im Laufe der Zeit werden diese Handlungsweisen - und damit der Energieaufwand - als normal angesehen, so dass man sich dessen gar nicht mehr bewusst ist, aber unterbewußt weiterhin unter der Anstrengung leidet.

Wo bist Du "unnötig freundlich"? Spare Dir ein paar Freundlichkeiten und spare Dir Energie!

Freitag, 7. Oktober 2011

Sicherheit durch Rituale


Das, was wir wiederholt tun, kennen wir. Das was wir kennen, gibt uns das Gefühl von Sicherheit. Sicherheit vermittelt Ruhe und Ausgeglichenheit, ein Baustein für ein entspanntes Leben.
Die bewußte Arbeit mit Ritualen vermag demnach unser Leben zu beeinflussen.

Das Einhalten von Ritualen kann also für innere Ausgeglichenheit sorgen. Nicht umsonst greifen so viele Profi-Sportler darauf zurück.
Und auf der anderen Seite kann das Ändern von schädlichen Ritualen/ "Glaubens-Ritualen" wie abfällige Gedanken, nachteiliges Verhalten ändern.

Welche Handlungen geben Dir Sicherheit?
In welchen Bereichen brauchst Du mehr Sicherheit?
Vielleicht läßt sich dadurch eine neue Ritual-Praxis entwickeln.

Eine Studie dazu ist in der Zeitschrift „Neuroscience and Behavioral Reviews“ erschienen, einen Überblick davon liefert focus.de.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Termin: Schach für Autisten

Am 23. Juli 2011 findet von 10 bis 14 Uhr Schachtraining für erwachsene Menschen mit Autismus in der Münchener Schachakademie statt. Interessierte mit und ohne Vorkenntnisse treffen sich mit den Schachtrainern, um das Spiel zu erlernen oder zu vertiefen. Die Referenten sind Schachgroßmeister Stefan Kindermann und Nationalspielerin Dijana Dengler.

Eine tolle Initiative, die Abstraktes mit Sozialem verbindet! Ein Termin für autistische Kinder ist für den 3.11. geplant.

Mehr Infos gibt es beim Autismuskompetenzzentrum Oberbayern: http://www.autkom-obb.de/

Dienstag, 19. Juli 2011

Entspannung für Zahlenliebhaber

Wisst ihr, wobei ich entspanne? Ich betrachte den automatisch generierten Zahlencode, im Authenticator.

Die angenehm, zufälligen Zahlenfolgen mit dem langsam sich einfärbenden Balken, das entspannt mich total :)

Wenn Du Zahlen magst, versuch's mal!