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Freitag, 21. Februar 2014

Introvert-Tag | Introvert-Day

Heute morgen wachte ich auf und spürte, dass es ein Introvert-Tag ist; Ein Tag, an dem ich so introvertiert bin, dass ich mit meiner Umwelt am liebsten gar nicht in Kontakt trete. Daher erlaubte ich mir, alle Termine abzusagen, meine Routinen und Disziplinen heute ausfallen zu lassen, mich im Bett zu verkriechen und nur mit meinen Tieren zu reden. 

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When I woke up this morning, I felt that this is an introvert-day; A day I am introverted at such a degree that I prefer not to get in touch with my enviroment at all. So I allowed myself to cancel all appointments, to skip my routines and disciplines for a day, to cuddle up in bed and only have conversations with my pets.

Dienstag, 11. Februar 2014

Auf den kannst Du kauen | You can chew on this one

Seit Jahren bemerke ich ab und an, wie ich auf meinen Finger beiße; immer ein Zeichen, dass ich gestreßt bin. Ich bin sehr geübt in Entspannungsübungen, also praktiziere ich dann eine - oder aber kaue fortan weiter, aber nicht auf meinem armen Finger, sondern auf meinem "Chewbuddy", ein Beißring in Männchen- oder Rautenform. Denn Streßabbau über Beißen ist bei Autisten verbreitet und ein Unternehmen in England (entstanden durch engagierte Eltern) hat sich dessen angenommen, guten Appetit: http://www.sensorydirect.com/sense/chewys.html

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For years I once in a while find myself biting on my finger; always a sign for stress. I am very familiar with relaxation techniques, so I then start practicing one - or from now on keep biting, but not on my poor finger, but on my "Chewbuddy", a teether in human or diamant shape. To release tension through biting and chewing is popular among autists and a company in England (created by commited parents)  is taking care of it, enjoy your meal: http://www.sensorydirect.com/sense/chewys.html

Montag, 10. Februar 2014

iCommunicate - App für Autisten | iCommunicate - App for autists

Vor einiger Zeit entdeckte ich eine App namens "iCommunicate", die speziell für die Bedürfnisse von Autisten entwickelt worden ist. Ich nutze sie, um meine Tagesabläufe zu planen. Für jede Aktivität kann ich ein eigenes Bild anlegen, um dann eine "Bildergeschichte" für meine Tage anlegen. Altivitäten, die erledigt worden sind können abgehakt, Ausgefallenes durchgestrichen werden.
Als Ergebnis stelle ich fest, dass ich mehr auf die Reihe bekomme! Zuvor fühlte ich mich oftmals von den Pflichten des Alltags überfordert. Alles, was ich zu tun hatte, waberte wie in einer großen Wolke wirr in meinem Kopf herum. Jetzt ist alles in einer organisierten Reihenfolge, vom Aufstehen, bis zum Schlafen. Und wenn ich mich tagsüber unsicher und überfordert fühle, scrolle ich durch den geplanten Tagesablauf und gewinne schnell meine Orientierung zurück. 
Es ist doch toll, das wir in Zeiten solcher technischen Möglichkeiten leben. Und dass es Menschen gibt, die sich für ihre Kinder so einsetzen, dass sie solche Apps entwickeln; danke dafür! http://www.grembe.com/

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Some time ago I discovered an app called "iCommunicate", which is especially designed for the needs of autists. I use it to plan my daily routine. I can include a personal image for each chore and then create a storyboard for each day. Accomplished chores can be checked, omitted ones crossed out. 
As a consequence I noticed, that I can manage more! Before I often felt overwhelmed by everydays life. Everything I had to do floated like in one big cloud inside my head, creating wooly thoughts. Now everything is in one organized order, from getting up to falling asleep. And when I start feeling overwhelmed during the day, I scroll through the storyboard and regain orientation fast. 
Isn't it great that we live in times with such technological possibilities?! And that there are parents who are so dedicated to their children that they develop such apps; thank you for that! http://www.grembe.com/

Montag, 20. August 2012

Kein Ziel - viel Glück | No goal - much happiness

Früher wollte ich noch etwas erreichen, da war das Leben anstrengend, ich hatte ein Ziel, dem ich hinterhergelaufen bin, manchmal konnte ich es benennen, manchmal nicht. Heute habe ich nichts mehr zu erreichen, das mag das Alter bringen, die Erfahrung, die Entwicklung. In meinem Leben ist die Aussage, dass der Mensch immer ein Ziel braucht, auf das er hinarbeiten kann, damit er sein Leben mit Sinn erfüllt, nicht wahr. Keine Ambitionen, die es zu erfüllen gilt, keine Ziele, die über den Horizont hinausgehen, keine Arbeit. Aktiv leben, im Moment, mit Passionen, dennoch in Ruhe, Ausgeglichenheit, Erfüllung.

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I used to be in the need of gaining something in life, which used to make life exhausting, I had a goal I was heading after, sometimes I could name it, sometimes I couldn't. Today I have nothing to accomplish, that may be due to aging, to experience, to personal development. In my life the saying that every person needs a goal he can work for to find a meaning in life, is untrue. No ambitions that need to be fulfilled, no goals that go beyond the horizon, no work. Living activly, in the moment, with passion, though being calm, balanced, fulfilled.

Dienstag, 7. August 2012

Freiheit durch Grenzen | Boundaries to freedom

Ich stecke meinen Alltag in ein Korsett, freiwillig und bewußt, nicht aufgrund von Ängsten, verdrängten Emotionen oder Ausreden. Nein, ich füge mich in die selbstauferlegten Grenzen, um mich in ihrem Rahmen voll fallen lassen zu können, ganz entfalten zu können. Hier kann ich mich ausleben, muss nicht denken, nicht entscheiden, kann bewusst sein und frei sein.

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I put my life in a corset, out of my own free will and on purpose, not due to fears, covered emotions or excuses. No, I comply to my self designed boundaries in order to fully be able to let go, to fully unfold myself. Here I can express myself, don't have to think, don't have to decide, can be aware of the moment and be completely free.

Freitag, 27. Juli 2012

Es darf Spaß machen! | It's allowed to be fun!

Nachdem ich vor einigen Wochen im Buchladen durch Zufall über ein Schachbuch gestolpert bin, welches ich sofort gekauft habe, habe ich wieder Blut geleckt und meine alte Leidenschaft erwachte von Neuem.

Vor mehr als zehn Jahren vertiefte ich meine Schachkenntnisse mithilfe eines Trainiers, was meine Mutter, als ich ihr davon berichtete, zu einem Vortrag animierte, weshalb das gar keinen Sinn hätte, da es unmöglich wäre, dass ich jemals gut darin werden könne. Woher will sie das wissen? Und vor allem: Ja, und?! Vom pädagogischen  Unvermögen und mangelnden Einfühlungsvermögen bedrückt, verzichtete ich darauf, ihr zu erklären, dass ich es vornehmlich deshalb mache, weil es mir Spaß macht!
Wie langweilig wäre das Leben, dürfte man nur jenen Passionen nachgehen, in denen man Hoffnung auf öffentlich anerkannte Bestleistungen hat. Nein, es darf einfach nur Spaß machen! So spiele ich Golf, nicht gut, aber gerne; Ich spreche ungarisch, mehr schlecht, als recht; Ich treibe Sport, weitab von Wettkampferfolgen; Desgleichen spiele ich Schach wie ein Anfänger - und genieße es! Schach bringt mir Freude, ich finde es faszinierend, dieses Spiel ist von seinen Grundzügen so einfach und dennoch so vielschichtig.

Meine Bettlektüre waren seit dem Buchkauf fortan wieder Schachaufgaben. Und jetzt am Wochenende gibt's was aufs Hirn für mich: einen Wochenendkurs bei der Münchener Schachakademie.
Die engagieren sich übrigens auch für Schachunterricht für Menschen mit Autismus; wenn ich da man nicht gut aufgehoben bin ;-)

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A couple of weeks ago, in a bookstore, I stumbled upon a chess book, which I immediately purchased and with it awoke an old passion.

More than ten years ago I improved my knowledge of chess with the help of a coach. As soon as I told my mother of it, she felt inspired to give me a lecture on how useless that is, as I will never be able to be any good at it. How can she tell? And above all: So what?! Baffled by her educational inability and lack of empathy, I didn't try to explain to her that my motivation in playing chess is to have fun!
How boring life would be if you were only allowed to follow those passions you are probable to achieve public record performances. No, it is allowed to just be fun! So I play golf, not good, but I like it; I speak Hungarian, rather more rough than ready; I do sports, far away from success in competitions; And I play chess like a beginner - and I enjoy it! Chess is fun to me, I find it fascinating, so simple in the structure, yet so complex. 

After I got that book my bedside reading henceforth were chess exercises. And now on the weekend there will be more brain-fun for me with a weekend class at the Munich Chess Academy.
By the way, they get involved with chess for autistic people; if that ain't the right spot for me ;-)

Freitag, 27. Januar 2012

Mut zur Unfreundlichkeit

Freundlichkeit & Höflichkeit machen das zwischenmenschliche Miteinander leichter, angenehmer, lebenswerter. Am freudigen Freitag möchte ich dennoch zum Mut zur Unfreundlichkeit aufrufen! Wie passt das zusammen?

Wenn es Dich anstrengt
ständig freundlich zu sein, zu lächeln, zu nicken, in die Augen zu sehen, Ja zu sagen, Deine Meinung & Gedanken hinunterzuschlucken, dann sei zur Abwechslung mal freundlich zu Dir und sei "unfreundlich"; nein, nicht rüpelhaft, einfach "neutral".

Hochbegabte halten sich häufig zurück, um nicht auf Unverständnis zu stoßen. Und gerade bei Hochsensiblen kann das Bedürfnis nach Harmonie so weit führen, dass man sich selbst darüber vergißt und sich Verhaltensweisen angewöhnt oder Aus- und Zusagen macht, die dem eigenen Naturel im Grunde nicht entsprechen.

Das macht den Alltag anstrengend, weil Energie aufgewendet werden muss, um gegen das natürliche Verhalten zu handeln. Im Laufe der Zeit werden diese Handlungsweisen - und damit der Energieaufwand - als normal angesehen, so dass man sich dessen gar nicht mehr bewusst ist, aber unterbewußt weiterhin unter der Anstrengung leidet.

Wo bist Du "unnötig freundlich"? Spare Dir ein paar Freundlichkeiten und spare Dir Energie!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Virtuelle Engstirnigkeit

Unsere virtuelle Welt wird gefiltert. Mehr und mehr übernehmen Algorithmen die Auswahl, was jedem einzelnen gefallen, interessieren, zum Kauf reizen könnte. Google errechnet aufgrund früherer Suchen, was ich suchen könnte, meinen könnte, denken könnte, denken sollte.

Meine Vorlieben werden gegen mich verwendet. Sie werden zu Einschränkungen für mein zukünftiges Verhalten, zu Einschränkungen für das, was ich von der Welt präsentiert bekomme. Ich möchte mein Web World Wide und nicht Domenika Narrow. Tragen wir nicht alle schon ausreichend Scheuklappen in unseren Köpfen herum, dass das Internet im Gegenteil als Mind-Opener genutzt werden sollte?

Natürlich ist es hilfreich, wenn in der täglich zunehmenden Flut an Daten Mittel und Wege zur Verfügung stehen, die Informationen zu filtern, zu ordnen, zu sondieren. Jedoch möchte ich selber entscheiden, wann ich diese Hilfestellungen nutze und wann nicht. Wann ich nicht berechenbar sein möchte, sondern den Moment der Überraschung, der Inspiration, des out-of-the-box-Denkens genießen und davon profitieren möchte.

"Open mind for a different view. 
And nothing else matters."
by Metallica

Buchtipp: "Next - Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns"

Sonntag, 9. Oktober 2011

Z N 2

Ich habe ein Talent dafür, auf der Straße allerlei kleine Pretiosen zu finden; häufig Schmucksteine aus Glas, Holz- oder Kunststoff-Figürchen, metallene Spiralen, mal schillernde Pailletten, Kleinode aus Kaugummi-Automaten, neuliche eine Schildkröte mit Panzerbruch aus Plastik,  gestern einen silbernen Buchstaben, offensichtlich Teil einer vormaligen Typenbezeichnung eines Krafrades. Ein Z. Oder ein N. Oder eine 2. Je nachdem, wie man es dreht und wendet; je nachdem, was man darin sehen will.

Eine Einladung für einen Perspektivwechsel. Das Ändern des Blickwinkels, das Ablegen von vordefinierenden Scheuklappen, angewendet auf das eigene Leben, die eigenen Gewohnheiten und Gedanken, vermag ungenutzte Möglichkeiten und Lösungen für Alteingesessenes zu liefern.
Die eine sagt, sie sei naiv, aber vielleicht ist sie offen für Neues? Bist Du weitschweifend oder einfach nur kreativ? Versessen oder passioniert?

Ist Dein N vielleicht ein Z? Oder gar kein Buchstabe, sondern eine 2? Welche neuen Worte ließen sich für Dein Leben formulieren?

Freitag, 7. Oktober 2011

Sicherheit durch Rituale


Das, was wir wiederholt tun, kennen wir. Das was wir kennen, gibt uns das Gefühl von Sicherheit. Sicherheit vermittelt Ruhe und Ausgeglichenheit, ein Baustein für ein entspanntes Leben.
Die bewußte Arbeit mit Ritualen vermag demnach unser Leben zu beeinflussen.

Das Einhalten von Ritualen kann also für innere Ausgeglichenheit sorgen. Nicht umsonst greifen so viele Profi-Sportler darauf zurück.
Und auf der anderen Seite kann das Ändern von schädlichen Ritualen/ "Glaubens-Ritualen" wie abfällige Gedanken, nachteiliges Verhalten ändern.

Welche Handlungen geben Dir Sicherheit?
In welchen Bereichen brauchst Du mehr Sicherheit?
Vielleicht läßt sich dadurch eine neue Ritual-Praxis entwickeln.

Eine Studie dazu ist in der Zeitschrift „Neuroscience and Behavioral Reviews“ erschienen, einen Überblick davon liefert focus.de.

Dienstag, 13. September 2011

Reisen tut der Heimat gut

Die Urlaubszeit geht zu Ende. Durch die Distanz gibst Du Dir die Chance, Deine Heimat neu zu betrachen. Nun ist es Zeit, in die Heimat zurück zu kehren, sie neu zu entdecken, zu genießen, sie sich so einzurichten, dass sie Dich nährt. Was fehlt Dir dazu?

Freitag, 19. August 2011

Urlaub mit Langzeitwirkung

Die Ferienzeit geht allmählich zur Neige und so lange die Vorfreude auf einen Urlaub währt, so schnell scheint der Erholungseffekt anschließend wieder dahinzuschmelzen. Wie kann man die Urlaubserholung in den Arbeits-Alltag rüber retten?
Eine Möglichkeit ist, die kleinen Zeitpolster zu nutzen, die der Alltag so bietet, wie zum Beispiel die Wartezeit auf die U-Bahn, die Busfahrt, die Warteschlange im Supermarkt. Einfach mal abschalten, die Gedanken schweifen lassen, bewußt atmen, sich in den Urlaub zurück denken.
Du wirst staunen, der Alltag bietet mehr dieser kleinen Inseln, als Du vielleicht denken magst!

Sonntag, 14. August 2011

Entbiegen und passend machen

Eine weiter Klienten-Erkenntnis: "Ich muss mich nicht verbiegen!"
Verbiegst Du Dich, wird es langfristig keinen Erfolg haben, weil Verbiegen Energie kostet, die auf Dauer nicht gehalten werden kann. "Verbiege" statt dessen Dein Umfeld. Gestalte es so, dass Du langfristig darin zurecht kommst. Was nicht passt, wird passend gemacht!
Natürlich ist das nicht von heute auf morgen möglich. Wir haben kurzfristige, mittelfristige und langfristige individuelle Strategien entwickelt, die das Umfeld dem Klienten anpassen, denn der wird sich jetzt ent-biegen.

Dienstag, 2. August 2011

Entspannter Alltag für Hochsensible

Die Klienten-Erkenntnis des Tages war:
Es ist allein eine Frage von innerer Arbeit & Einstellung mit Hochsensibilität klar zu kommen.

Natürlich lassen sich Maßnahmen ergreifen, (über)reizenden Situationen aus dem Wege zu gehen. Aber belastende Situationen - wie z.B. Licht, Lärm oder soziale Kontakte - ständig zu vermeiden, ist langfristig keine gangbare Lösung für den Alltag. Das sind Erst-Maßnahmen, um wieder einen inneren Kontakt herzustellen.

Für eine zukunftsträchtige Lösung gilt es vielmehr an sich und seiner inneren Ausgeglichenheit zu arbeiten, so dass die äußeren Reize einem nicht mehr so viel anhaben können.
Diese innere Ausgeglichenheit in Kombination mit dem Beachten der eigenen Grenzen führt zu einer langfristig gesunden Basis für einen enstpanntes Leben als Hochsensibler.

Dienstag, 19. Juli 2011

Entspannung für Zahlenliebhaber

Wisst ihr, wobei ich entspanne? Ich betrachte den automatisch generierten Zahlencode, im Authenticator.

Die angenehm, zufälligen Zahlenfolgen mit dem langsam sich einfärbenden Balken, das entspannt mich total :)

Wenn Du Zahlen magst, versuch's mal!

Montag, 20. Juni 2011

Mythos Lebensaufgabe

Es kommt mir häufiger unter, dass ich von Klienten höre, dass sie noch nicht ihre Lebensaufgabe gefunden hätten. Problematisch wird es dann, wenn diese Aussage als Ausrede benutzt wird, dass sie nicht zufrieden im Berufsleben stehen. Die Annahme, dass das Wissen um diese vermeintliche Lebensaufgabe der Schlüssel für ein zufriedenes Berufsleben sei, ist eine Sackgasse.

Denn der esoterisch geprägte Glaube an jene Lebensaufgabe führt auch bei dem "Finden" einer solchen nicht weiter, da sie so konkret formuliert sind, wie ein Horoskop in einer Tageszeitung; Du kannst alles hineininterpretieren, was Dir passt. Dabei ist es egal, was Du aus den beliebtesten Antworten nach Lebensaufgaben herausfischt, ob es "Liebe geben", "Heilen" oder "Potentiale entfalten" ist.

Ein Beispiel? Ok, nehmen wir diese beliebte Antwort: "Deine Lebensaufgabe ist es, ein Lehrer zu sein". Damit kannst Du Coach werden und Menschen dabei helfen, ihre Potentiale zu entwickeln. Damit kannst Du Baby-Schwimmkurse anbieten und den Kleinen ein neues Körpergefühl vermitteln. Damit kannst Du in der Bank arbeiten und Menschen beraten, ihr Geld gewinnbringend anzulegen.
Und wer sagt, dass die Lebensaufgabe mit dem Beruf zu tun haben muss? Als "Lehrer" kannst Du eine Familie gründen und Deinen Kindern alles lehren, was Du weißt. Du kannst in Deiner Freitzeit den Rosen im Garten von den Menschen erzählen oder als Selbstmord-Attentäter der Welt den wahren Glauben lehren.
Du siehst, worauf ich hinaus will; zu schwammig, um wirklich hilfreich zu sein.

Meines Erachtens ist die Lebensaufgabe primär: zu leben. Eine Lebensaufgabe gibt es nicht zu finden, es gilt sie zu er-finden! Welche Aufgabe möchtest Du denn für Dein Leben?

Wie heißt es so schön "Leben ist das, was passiert, während Du drauf wartest, dass es beginnt." oder angepasst "Leben ist das, was passiert, während Du Deine Lebensaufgabe suchst."
Erfülle Dein Leben jetzt, öffne Deine Sinne, lebe Deine Fähigkeiten, Deine Begabungen, versuche es so gut es geht an Deine Bedürfnisse anzupassen und das Beste daraus zu machen, Tag für Tag.
Dazu brauchst Du keine Aufgabe, das ist nur Ablenkung. Du brauchst dafür keinen Startschuß, denn der ist mit Deiner Geburt gefallen. Du hast bereits alles, was Du brauchst.

In der Retrospektive vermagst Du dann vielleicht ein Resumée zu ziehen, aus dem Du Deine Lebensaufgabe ableiten kannst; nachher, nicht vorher.
Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens. Worauf wartest Du?!

Montag, 13. Juni 2011

Zeit, den Stöpsel zu ziehen

Im Zen gibt es folgende Analogie: Ein Gefäß, das bereits mit Wasser bis zum Rand gefüllt ist, kann keinen weiteren Tropfen mehr aufnehmen. Alles Wasser, was man fortan draufschüttet, läuft über den Rand herunter und ist verloren.
So verhält es sich mit dem Verstand/Geist auch. Ist der Verstand bereits gefüllt, kann nichts Neues mehr herein. Alle neuen Ideen, Impulse & Gedanken laufen über den Rand herunter und sind verloren.

Womit kann sich der Verstand so bis zum Rande anfüllen?
Zum Beispiel mit Gedanken, wie: "Das kann ich nicht." "Das bringt doch nichts." "Das kenn' ich schon." Mit Glaubenssätzen. Mit Vorsätzen. Mit Meinungen. Mit vermeintlichen Wahrheiten. Mit Arbeit. Mit Pflichten. Mit Emotionen. Mit Ängsten. Mit Vergangenheit. Mit Zukunft. Mit Sorgen. Mit Träumen. Mit Wissen. Mit vermeintlichen Wissen. Mit Illusionen. Mit Worten. Mit anderen Menschen. Mit Ablenkungen. Mit Vorstellungen darüber, wer Du bist. Mit Vorstellungen darüber, wie Dein Leben ist. Und sein sollte. Mit Vergleichen. Mit Gewohntheiten. Mit Ausreden. Mit Bullshit!

Zeit, den Stöpsel zu ziehen. So dass fortan wieder Neues aufgenommen, aufgesogen, gefiltert, geprüft, gehalten oder losgelassen werden kann.

Plöpp!

Dienstag, 3. Mai 2011

Belohnung für IQ-Punkte

Der in Tests ermittelte IQ ist jetzt (noch) weniger aussagekräftig, als bisher angenommen. Psychologen der Universität Pennsylvania fanden heraus, dass die Konzentration und damit der IQ mit steigender Belohnung (z.B. Geld, Süßigkeiten) auch anstieg.
Mein Rat: Verlassen Sie sich nicht auf ein Testergebnis & belohnen Sie sich für ihre Ziele!

Freitag, 29. April 2011

Workshop für erwachsene Aspies (Schweiz)

Termin in der Schweiz:

Workshop für Erwachsene mit Asperger-Syndrom
Sa/So 4.+ 5.06.2011
mit Dr. Brita Schirmer
Kloster Kappel, Kappel am Albis

mehr bei Autismus.ch

Sonntag, 17. April 2011

(Einzel-) Betreutes Wohnen für Menschen mit Autismus bei München

Der Kinderschutz e.V. bietet ab sofort ein neues Projekt für betreutes Wohnen für Menschen mit einer Autismusspektrumsstörung an. Die Bewohner sollten über grundlegende lebenspraktische Fähigkeiten und Sozialkompetenzen verfügen bzw. in der Lage sein, solche durch entsprechende Maßnahmen zu erlangen.

Ein kubistischer Neubau in gemütliche Rot, mit kleinen Balkomen bespickt, heißt die neuen Bewohner Willkommen. Es gibt vier Wohnungen, verteilt auf zwei Etagen des Wohnhauses in direkter Nähe zum S-Bahnhof Aubing. Die Bewohnerinnen und Bewohner leben jeweils zu zweit in einer Wohnung.

Alle Infos gibt es hier: http://www.kinderschutz.de/news/583